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16Apr

Sport tut Leib und Seele gut - doch auch den Zähnen?

  • Jahr: 2019
  • Autor: Annina Blum

Dass Sport und Bewegung guttut, ist allgemein bekannt. Dabei denken die meisten wahrscheinlich zunächst an die Muskeln, die gestählt werden und an die langfristige Stärkung der Organe. Doch was genau ist „gut“ für die Zähne? Ist Sport sogar eher eine Gefahr für den Mundraum? Wir sind diesen Fragen nachgegangen, damit ihr eure sportlichen Patienten bestmöglich beraten könnt.


Die meisten Unfälle...

…passieren tatsächlich im Haushalt (http://verbraucherforum-info.de/unfallstatistik-sport-freizeit-haushalt/). Rund drei Millionen Unfälle passierten innerhalb eines Jahres in den eigenen vier Wänden. Ob beim Handwerken, bei der Gartenarbeit oder beim Putzen, Unfälle passieren am häufigsten bei regelmäßigen Aktivitäten, die per se aber nicht als gefährlich eingestuft werden. Dabei geschehen Stürze oder Verletzungen durch spitze oder scharfe Gegenständen immer wieder. Dicht gefolgt wird die Statistik von Sportunfällen. Rund 1,3 Millionen Unfälle werden jährlich bei Bewegungsaktivitäten dokumentiert. Spitzenreiter sind Teamsportarten wie Fußball oder Handball. Aber auch Einzelsportartarten wie Tennis verbuchen circa 68.000 Vorfälle pro Jahr. Laut Statistik haben Männer häufiger Sportunfälle, was aber maßgeblich mit der Wahl und Verbreitung der jeweiligen Sportart zusammenhängt.

Bewegungsrisiken kennen

Wer sich für eine Sportart entscheidet, sollte sich im Vorfeld nicht nur über den damit verbundenen Spaß-, sondern auch über den Risikofaktor informieren. Unfälle können natürlich überall passieren, die Wahrscheinlichkeit einer direkten Verletzung ist allerdings bei unmittelbarem Kontakt zum Gegenspieler (ohne spezielle Schutzausrüstung) am höchsten. Abgesehen von der Verbreitung der Sportart, ist die Häufigkeit einer Verletzung beim Fuß- oder Handball dadurch erklärt. In diesen Teamsportarten wird in der Regel auf spezielle Zusatzausrüstung verzichtet. Anders sieht dies beispielsweise beim Eishockey, diversen Kampfsportarten oder beim American Football aus. Wenn man im Direktkontakt mit dem Gegner keine Schutzmontur tragen würde, wären schwere Verletzungen vorprogrammiert. Aus diesem Grund wurde spezielle Ausrüstung entworfen, um bestimmte Körperpartien zusätzlich abzusichern. Ein Bestandteil dieses zusätzlichen Schutzes, besteht im sogenannten Mundschutz. Dieser wird entweder kostengünstig durch den Anwender selbst angepasst oder in Zusammenarbeit mit einem (Sport-)Zahnmediziner individuell geplant und vom Zahntechniker angefertigt.

Sport ist nicht gleich Sport

Man muss nicht in einem Verein mit Ligabetrieb aktiv sein, um sich zu bewegen. Auch bei sportlichen Freizeitaktivitäten kann es zu schwereren Unfällen kommen. So sollte man beispielsweise auch beim sonntäglichen Fahrradausflug zusätzlich zum Helm, auch an einen Mundschutz denken. Insbesondere bei Bewegungsaktivitäten mit Kindern wie Tretrollerfahren oder Inlineskating, ist es angeraten die Zähne bei möglichen Stürzen zu schützen. Bei Milchzähnen ist der Verlust zwar nicht so tragisch wie bei Erwachsen, angenehm sind Stürze dennoch nicht. Zudem sollte man im Gedächtnis behalten, dass der Mundschutz nicht nur als direkter Schutz der Zähne, sondern auch als wertvoller Dämpfer beim Aufprall dienen kann, um den gesamten Kopf zu schützen.

Sicherheit und Stabilität

Ein vom Zahntechniker angepasster Mundschutz hat mehrere Vorteile. Durch die individuelle Anpassung geht man sicher, dass dieser weder drückt, noch unangenehm rutscht. Zudem wird je nach Sportart danach geschaut, welchen Bedürfnissen der Mundschutz gerecht werden muss. Die angefertigten Schienen werden nach dem Gebrauch abgespült und mit einer Zahnbürste (ähnlich wie bei Zahnspangen) gereinigt. Durch den Mundschutz werden nicht nur die Zähne, sondern auch der Mundraum und die Lippenpartie geschützt, da der Träger sich auf diese Weise bei einem Aufprall nicht selbst beißen kann. Die genaue Machart und das entsprechende Design werden individuell mit dem Zahntechniker besprochen. Obendrein wurde durch Untersuchungen bestätigt, dass das Tragen derartiger Schienen zu nachweislichen Leistungssteigerungen geführt hat (dzw Ausgabe 34-35/2018, S.28), da der Körper optimal ausbalanciert wird.

Sportunfälle lassen sich leider nicht komplett vermeiden. Auch die sportliche Betätigung eurer Patienten, sollte für ihr gesundheitliches Wohlbefinden stets gefördert werden. Durch die Anpassung eines Mundschutzes kann man Unfällen vorbeugen und langfristigen Unfallfolgen gegebenenfalls sogar vollkommen entgegenwirken. Zudem ist es wichtig den Patienten zu erklären, dass ein Mundschutz nicht nur Zähne und Mundraum, sondern auch den gesamten Körper stabilisiert.

Ihr möchtet weitere Tipps zum Thema Sport und Gesundheit oder wollt eure eigenen Erfahrungen mit anderen teilen? Kein Problem! Schreibt uns gerne unter diesen Artikel und erzählt uns von euren Empfehlungen rund um das Thema.

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