
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit weiter. Neue Anforderungen der gematik, moderne Schnittstellen und innovative Anwendungen haben eines gemeinsam: Sie basieren zunehmend auf dem internationalen Standard FHIR.
FHIR steht für Fast Healthcare Interoperability Resources und hat sich in den vergangenen Jahren zum internationalen Standard für den Austausch von Gesundheitsdaten entwickelt. Immer mehr Hersteller setzen auf FHIR, zahlreiche Anforderungen der gematik bauen darauf auf und auch für die Weiterentwicklung von charly spielt dieser Standard eine zentrale Rolle. FHIR entwickelt sich damit zunehmend zur gemeinsamen Sprache digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen.
Die Zukunft von charly baut auf FHIR auf
FHIR bildet bereits heute für zahlreiche Funktionen in charly die technische Grundlage und wird auch für viele zukünftige Entwicklungen eine wichtige Rolle spielen. Der Standard bildet damit die technische Grundlage für zahlreiche Innovationen, die den Praxisalltag künftig weiter vereinfachen und digitalisieren werden. Dazu gehören beispielsweise das Aufgabenmanagement, der charly Assistent, KI-basierte Anwendungen sowie zahlreiche weitere Funktionen, die in den kommenden Jahren entstehen werden.
FHIR schafft die Grundlage für Interoperabilität im Gesundheitswesen, also für den standardisierten Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen Anwendungen, Diensten und Systemen. Genau diese Fähigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sowohl innerhalb der Praxis als auch im Zusammenspiel mit der Telematikinfrastruktur, der elektronischen Patientenakte und weiteren digitalen Gesundheitsdiensten wird ein reibungsloser Datenaustausch künftig immer wichtiger werden.
Warum die technische Grundlage erweitert wird
Bislang standen die für FHIR-basierte Funktionen erforderlichen technischen Komponenten ausschließlich in bestimmten Betriebsumgebungen zur Verfügung.
Unterschiedliche technische Grundlagen erhöhen den Aufwand bei Entwicklung, Bereitstellung und Support neuer Funktionen. Für Praxen bedeutet dies, dass neue Funktionen unter Umständen nur in bestimmten Systemumgebungen verfügbar sind und somit nicht allen Anwendern gleichermaßen zur Verfügung stehen.
Das Ziel von solutio ist es daher, neue Funktionen künftig möglichst unabhängig von der gewählten Betriebsform bereitzustellen. Mit der charly-VM lite wird dafür eine gemeinsame technische Grundlage geschaffen, auf der zukünftige FHIR-basierte Funktionen aufbauen können.
Die Grundlage für die Funktionen von morgen
Mit der Version 9.42.1 schafft solutio deshalb eine neue technische Grundlage für zukünftige FHIR-basierte Funktionen. Hierfür wird die sogenannte charly-VM lite eingeführt. Sie arbeitet im Hintergrund und stellt die technischen Voraussetzungen bereit, die moderne FHIR-basierte Anwendungen benötigen.
Dabei handelt es sich nicht um eine neue Funktion, die unmittelbar sichtbar wird. Vielmehr entsteht eine technische Basis, auf der zukünftige Entwicklungen aufbauen können. Ziel ist es, neue Funktionen künftig schneller bereitzustellen und unabhängig von der gewählten Betriebsform für deutlich mehr Praxen verfügbar zu machen.
Weniger technische Hürden – mehr Möglichkeiten
Die neue technische Grundlage verfolgt ein klares Ziel: Die Anzahl der Fälle soll reduziert werden, in denen neue Funktionen aufgrund unterschiedlicher technischer Voraussetzungen nicht bereitgestellt werden können.
Dadurch entsteht eine einheitlichere Basis für zukünftige Entwicklungen. Neue Funktionen können einfacher ausgerollt werden und stehen perspektivisch deutlich mehr Praxen zur Verfügung. Kurz gesagt: Weniger technische Unterschiede im Hintergrund schaffen mehr Möglichkeiten für die Praxis.
Ein wichtiger Schritt für die nächsten Jahre
Nicht jede Innovation zeigt sich sofort in einer neuen Schaltfläche oder Funktion. Manche Veränderungen entstehen zunächst im Hintergrund und schaffen die Voraussetzungen für das, was danach kommt.
Die Einführung der charly-VM lite gehört genau zu diesen Veränderungen. Sie schafft die technische Grundlage für eine neue Generation von Funktionen, die auf FHIR und Interoperabilität basieren.
In den kommenden Jahren werden Themen wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung von Praxisabläufen, digitale Assistenzsysteme, moderne Schnittstellen und die Vernetzung mit weiteren Gesundheitsdiensten weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig werden auch die Anforderungen der gematik und der Telematikinfrastruktur zunehmend auf interoperablen Standards aufbauen.
Mit der charly-VM lite schafft solutio bereits heute die Voraussetzungen dafür, diese Entwicklungen künftig schneller, einfacher und für deutlich mehr Praxen verfügbar zu machen.
Die eigentlichen Funktionen werden in den kommenden Versionen sichtbar. Die technische Grundlage dafür entsteht bereits jetzt.

